Hinweis

Sonographie der Säuglingshüfte

Der Mensch ist ein ausgesprochener "Nesthocker" und bringt seine Kinder unreif zur Welt... Häufig sind auch die Hüftgelenke bei Geburt noch nicht ausgereift. In einem gewissen Prozentsatz liegt jedoch auch eine angeborene Fehlanlage der Hüftgelenke vor. Mädchen sind hier viermal häufiger betroffen als Jungen. Während diese Hüftfehlanlage bei Schwarzafrikanern praktisch niemals vorkommt, ist sie bei uns mit einem Auftreten bei etwa 4 % der Neugeboren die häufigste angeborene Deformität des Halte- und Bewegungsapparates. Die Erkrankung kommt sowohl in bestimmten Familien besonders häufig vor als auch in bestimmten Gegenden, beispielsweise in Franken, im Bayerischen Wald, in Böhmen oder Sachsen. Professor Graf, ein Orthopäde aus Österreich, machte sich Mitte der 80er Jahre besonders verdient um die Früherkennung angeborener Hüftschäden und entwickelte ein revolutionäres ultraschallgestütztes System, mit dem sich Hüftschäden des Säuglings bereits bei Geburt nachwiesen lassen. Seit 1996 ist diese Untersuchung standardisierter Bestandteil der U3-Untersuchung von Säuglingen in Deutschland und wird meist beim Kinderarzt durchgeführt. Bei auffälligen Befunden wird in der Regel eine Überweisung zum Orthopäden ausgestellt, der dann die fachgerechte Behandlung einleitet und überwacht.

Leider ist dann häufig schon wertvolle Zeit verstrichen. Denn man weiß, dass die Hüfte des Neugeborenen für 12-16 Wochen nach Geburt eine sehr gute Möglichkeit hat "nachzureifen". Das heisst, dass bei Vorliegen einer Fehlanlage der Beginn der Behandlung entscheidend für den Erfolg ist, je früher desto besser! Ideal wäre ein Behandlungsbeginn in der ersten Lebenswoche falls nötig. In seltenen Fällen, wenn die angeborene Verformung des Hüftgelenkes sehr ausgeprägt ist, ist allerdings auch trotz optimaler konservativer Behandlung eine Operation nicht zu umgehen. In diesem Falle muss ein spezialisiertes orthopädisches Zentrum die operative Behandlung übernehmen. Bei Bedarf besteht eine enge Zusammenarbeit mit einem geeigneten orthopädischen Zentrum. Die Nachbehandlung nach eventuell notwendiger Operation wird dann wieder in der Praxis durchgeführt.

 

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