Hinweis

Chirotherapie

Wer hat die Chirothrapie erfunden?

Die Manuelle Medizin oder das "Knochensetzen" ist uralter Bestandteil der Naturmedizin vieler Völker. Schon in frühen Zeiten gab es bei verschiedensten Völkern Kundige, die in der Lage waren, durch spezielle Handgriffe Beschwerden an Wirbelsäule oder Gliedmaßen zu lindern oder zu beseitigen. Dies belegen bis zu 4000 Jahre alte Schriften oder Skulpturen aus Thailand, China, Indien, Babylonien, Ägypten und von den Inkas in Mittelamerika.

Im klassischen Griechenland beschreibt Hippokrates (460 - 370 v.Chr.) in seiner Schrift über die Gelenke die Rolle der Wirbelsäule als zentrales reflektorisches Steuerorgan. Im Mittelalter finden sich Aufzeichungen über manuelle Behandlungen beispielsweise bei Avicenna (Persien, 980-1037) oder bei Hidegard von Bingen (1098-1179). Zu Ausgang des Mittelalters verliert sich jedoch das Wissen um manuelle Behandlungstechniken in der ärztlichen Kunst und wurde fortan in Europa von Laienbehandlern weitergegeben. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden diese Techniken von Ärzten in den USA wiederentdeckt und weiterentwickelt. Von dort kann die manuelle Medizin über England nach Europa zurück. In Deutschland fand sie erst nach 1945 zunehmend Verbreitung.

Die Wurzeln der heutigen manuellen Medizin, die sich in ärztlicher Hand in den letzten Jahrzehnten erheblich weiterentwickelt hat, sind Osteopathie und Chiropraktik. Beides kommt aus den USA. Der "Doktor der Ostoepathie (D.O.)" ist in den USA sogar eine an Universitäten gelehrte eigene Studienrichtung, die dem "Doktor der Medizin (M.D.) gleichgestellt ist. Auch in Deutschland wurde die offizielle Zusatzbezeichung "Chirotherapie" 1973 durch den Dt. Ärztetag eingeführt. Das Ausüben der Manuellen Therapie durch Ärzte setzt seither eine fundierte Ausbildung und den Nachweis spezieller Kenntnisse voraus. Die "Deutsche Gesellschaft für Manuelle Medizin (DGMM)" engagiert sich seit 1966 in Ausbildung und Forschung und trug somit sowohl zur Verbreitung als auch zur allgemeinen wissenschaftlichen Anerkennung der Chirotherapie in Deutschland bei. In der DGMM sind die einzelnen chirotherapeutischen Fachgesellschaften zusammengeschlossen, im einzelnen das Ärzteseminar Hamm-Boppard (FAC) e.V. , das Dr.-Karl-Sell-Ärzteseminar Neutrauchburg (MWE) e.V. und seit der Wende auch das Ärzteseminar Berlin (ÄMM) e.V. Von den Fachgesellschaften wurden konsequente Standards in der ärztlichen Ausbildung definiert, die dem hohen Anspruch an die Qualität ärztlichen Handelns Rechnung tragen.

 

Chirotherapie, was ist das überhaupt?

Sie wachen auf mit heftigsten Schmerzen im Nacken und können den Kopf kaum mehr drehen? Bei einer unglücklichen Bewegung ist Ihnen "die Hexe ins Kreuz gefahren", jetzt haben Sie heftigste Rückenschmerzen und können nur mehr in einer ganz speziellen Haltung liegen oder sitzen? Vielleicht leiden Sie an einer "Blockierung" im Bereich der Wirbelsäule und Ihre Schmerzen wären durch einen fachgerechten Handgriff zu lindern oder ganz zu beseitigen.

Um in einem Bild zu verstehen, was die "Blockierung" eines Gelenkes ist, stellen Sie sich einen Holzschrank mit einer hölzernen Schublade vor. Diese kann normalerweise mühelos auf- und zugeschoben werden. Sobald die Schublade jedoch nur um wenige Millimeter in ihrem Gleitlager verkantet, ist sie in ihrer augenblicklichen Stellung blockiert und kann plötzlich weder weiter auf, noch zu geschoben werden. Durch vorsichtiges Wackeln an der Schublade oder durch einen gezielten und dosierten Ruck ist dann oftmals die blockierte Schublade wieder zu lösen und läuft anschließend wieder einwandfrei.

Ähnlich kann man sich auch die Verhältnisse in einem Gelenk vorstellen. Jedes Gelenk hat einen normalen Bewegungsumfang in ein oder mehrere Richtungen und ausserdem ein Gelenkspiel, das für die Funktion des Gelenkes erforderlich ist. Liegt nun eine Blockierung dieses Gelenkes vor, so ist der normale Bewegungsumfang eingeschränkt und schmerzhaft. Die genaue Lage und Richtung der Blockierung kann nun der geschulte Arzt durch eine spezielle Untersuchung herausfinden und mittels eines oder mehrerer chirotherapeutischer Handgriffe schmerzfrei lösen. Im Vorfeld sollte durch eine Röntenaufnahme das Vorliegen schwerwiegender Veränderungen ausgeschlossen werde. Derartige Blockierungen können an Wirbelsäulengelenken oder auch an den Gelenken der Arme oder Beine auftreten. Werden sie gelöst, so tritt eine unmittelbare Schmerzbesserung oder sogar Schmerzfreiheit auf. Wichtig ist, dass es sich hier um eine Störung der Funktion handelt, nicht um einen strukturellen Defekt. Das heißt, dass es sich trotz der heftigen Schmerzen um eine insgesamt eher harmlose Erscheinung handelt, die nach Behandlung wieder vollständig und ohne Hinterlassen von Langzeitschäden abklingt. Leider können bei der nächsten unglücklichen Bewegung erneut Blockierungen auftreten, was nochmals einen Besuch beim Arzt notwendig machen kann. Bei häufigem Auftreten von Blockierungen muss man sich Gedanken machen, warum immer wieder die Funktion eines bestimmten Gelenkes gestört ist. Hier können Ungleichgewichte in der Muskulatur dahinterstecken, welche krankengymnastische Behandlung erforderlich machen oder auch internistische oder zahnärztliche Erkrankungen, welche weiterer Abklärung bedürfen.

 

Wird die Behandlung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

Die Durchführung chirotherapeutischer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden erfordert neben der üblichen schulmedizinischen Ausbildung eine Zusatzqualifikation in Kursen und praktische Erfahrung, die sich über mehrere Jahre erstreckt. Durch den Nachweis der enstprechenden Qualifikation kann bei der Ärztekammer die Zusatzbezeichnung "Chirotherapie" erworben und dann offiziell geführt werden. Bei Ärzten mit entsprechendem Qualifikationsnachweis wird die chirotherapeutische Behandlung von den Krankenkassen übernommen. Alle in der OCG tätigen Orthopäden weisen diese Zusatzqualifikation auf.

 

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